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Online-Fortbildung: Antiziganismus vs. diskriminierungsfreie Bildung

Inhalt:

„Unbekannt macht unbeliebt“, sagt der niederländische Sinto und Holocaust-Überlebende Zoni Weisz. Doch das Thema Antiziganismus ist in den Schulbüchern und Curricula nach wie vor kaum vorhanden. Dieser Workshop unterstützt Lehrkräfte dabei, Sicherheit in diesem Themenbereich zu gewinnen, Inspiration zum Einbinden des Themas in den Unterricht zu finden und Antiziganismus im Klassenraum ggf. zu erkennen und darauf zu reagieren. Denn noch immer werden Familien mit Romahintergrund in deutschen Schulen diskriminiert. Die zweiteilige Fortbildung thematisiert die vielfältigen Lebensrealitäten und erörtert Möglichkeiten, eine gleichberechtigte Beteiligung sowie einen diskriminierungsfreien Zugang zum Bildungsystem, auch in Zeiten von Corona, zu unterstützen.

Hier klicken um die Beschreibung als ein PDF-Dokument herunterladen.

Referent/-innen:

Éva Ádám, Veronika Patočková

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit dem RomaTrial e.V.

Termine:

Di., 24. Mai 2022, 15:00 bis 18:00 Uhr, online
Di., 31. Mai 2022, 15:00 bis 18:00 Uhr, online

Anmeldung:

Bis zum 17. Mai 2022 online unter http://www.fortbildung-regional.de. Bei notwendiger Unterrichtsbefreiung ist der Antrag auf Freistellung zusammen mit einer Kopie des an Ihrer Schule erhältlichen Anmeldeformulars auf den Dienstweg zu geben.

Bitte hier Klicken um sich anzumelden!

Veranstaltungs-Kennziffer: 22.1-104550

Region und Zielgruppe:

Deutschland, 20 Lehrer/-innen aller Schulstufen


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Erlebnisbericht Leipzig

Unsere Jugendlichen von WIR SIND HIER! Waren zusammen mit Jugendlichen von unserer befreundeten Organisation Gangway e.V. in den Osterferien für 5 Tage in Leipzig.

Mit dabei waren Ali von WIR SIND HIER! und Lennart, der als Streetworker für Gangway arbeitet, Seyram, die Freiwillige von RomaTrial, Naomi, Elisa, Estera und David, aus der WIR SIND HIER! Gruppe, sowie Blondina, Elisei, Samson und Elisei von Gangway Friedrichshain.

Wir sind am Mittwochnachmittag am Hauptbahnhof in Leipzig angekommen und haben uns dann auf den Weg ins „Hostel Eden“ gemacht, wo wir freundlich empfangen wurden und mit WLAN und Zimmern versorgt wurden.

Erlebnisbericht Leipzig
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Da viele hungrig waren haben wir uns bald auf den Weg zu einem Restaurant in der Nähe von unserem Hostel gemacht, wo wir auch Valentin, unseren neuen Mitarbeiter für WIR SIND HIER! In Sachsen getroffen haben.

Mit ihm haben wir anschließend einen Sonnenuntergangsspaziergang durch unser Viertel (Lindenau und Plagwitz) gemacht, wo es unter anderem einen Zwischenstopp auf einem Spielplatz mit Schaukeln und kleinen Fotoshootings gab.

Am Abend saßen wir noch auf der Terrasse zusammen und haben Kennlernspiele, wie „Wer-würde?“ oder „Wahrheit-oder-Pflicht“ gespielt.

Am nächsten Morgen ist Lennart zusammen mit ein paar Jugendlichen einkaufen gegangen, sodass wir danach frühstücken konnten. Anschließend sind wir ins Stadtzentrum gefahren, wo wir für eine Stunde in kleineren Gruppen die Stadt auf eigene Faust erkundet haben. Dann haben wir uns wieder zusammen gefunden, um zusammen auf das Dach des MDR-Towers zu gehen, wo man den Ausblick auf Leipzig und die Umgebung genießen konnte.

Leider fing es an zu regnen, als wir oben waren, sodass wir uns dazu entschieden hatten zurück ins Hostel zu fahren, dort haben unsere Jugendlichen Aripioare de pui, mămăligă, cartofi si usturoi (Hähnchenflügel, Polenta, Kartoffeln und Knoblauch) gekocht. Es war sehr sehr lecker!

Nach dem Essen haben wir wieder eine Abendspaziergangsrunde gedreht und unter einer Brücke getanzt.

Am Freitag sind wir, nachdem es Pfannkuchen zum Frühstück gab, losgegangen und haben Graffitis gesprüht, wir haben die Wand untereinander aufgeteilt, sodass jede*r etwas Eigenes gestalten konnte. Dabei sind echt coole Kunstwerke entstanden.

Anschließend haben wir bis zum Abendessen im Hostel gechillt und Karten gespielt, da es nämlich nach dem Abendessen ein Kartenspielturnier gab und wir vor dem Essen so schon ein bisschen üben konnten. Bei dem Turnier kamen dann auch noch Jule, die im Hostel arbeitet und Bifi, ein weiterer Freund von Ali dazu, die das Spiel schon kannten, das Turnier war dann sehr spannend, gewonnen haben Ali und David.

Samstag gab es ein spätes Frühstück auf der Terrasse, anschließend haben wir Seyram verabschiedet, die schon früher fahren musste. Danach sind wir zu einem Bootsverleih gegangen, wo wir mit Paddelbooten gefahren sind, wir haben uns auf fünf Boote verteilt, so dass Ältere gemischt mit Jüngeren waren. Die Jugendlichen waren etwas aufgeregt, das Bootfahren hat dann aber sehr viel Spaß gemacht.

Abends sind wir dann auf einen Rummel gegangen, wo wir Achterbahn, Geisterbahn, und vieles mehr gefahren sind. Adrenalingeladen ging es zurück ins Hostel.

Am Sonntagvormittag haben wir gefrühstückt und dann unsere Sachen gepackt und uns dann schon auf den Weg zum Bahnhof gemacht, von wo aus es zurück nach Berlin ging.

Wir haben die Reise sehr genossen und hoffen, dass wir bald wieder zusammen verreisen können.


von Seyram Deh, Bundesfreiwillige

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Auf nach Plauen! Ein Workshoprückblick

Ende März haben wir, David Paraschiv von der Jugendgruppe “WIR SIND HIER!” und Alexander Rönisch (Ali), Projektleitung “WIR SIND HIER!”) uns nach Plauen aufgemacht. Nach vorangegangenen Absprachen mit der Dresdner „Gruppe gegen Antiromaismus“ und dem ortsansässigen Verein colorido e. V. beteiligten wir uns am 24. März im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus mit einen Workshop zum Thema “Rassismus gegen Sinti* und Roma*” an einem interdisziplinären Fachaustausch.

Wir erlebten ein großes Interesse der beteiligten Akteut*innen mehr über die Geschichte der Sinti* und Roma* zu erfahren, sowie sich kritisch mit antiziganistischen Stereotypen auseinanderzuzusetzen, die leider viel zu oft in Gesellschaft und Medien reproduziert werden.

Auch Plauen ist Geburtsort, Wohnort und Lebensmittelpunkt von Sinti* und Roma*. Daher gab es in den Räumlichkeiten von Colorido e.V. viel Wunsch nach Austausch seitens lokaler Vereine.

Wir konnten von Erfahrungen aus Berlin berichten und warben für eine multiperspektivische Sicht. David sprach hierbei aus seiner Perspektive als Bewohner eines segregierten Wohnblocks, in dem viele Roma* aus Rumanien in Berlin – Friedrichshain leben, sowie Ali aus Erfahrung als Straßensozialarbeiter in diesem Sozialraum. Wir sprachen über ein breites Bündnis, welches sich über Jahre sozialräumlich organisierte und die Bewohner*innen auf verschiedenen Ebenen unterstützt und in dem sich die beiden vor Jahren kennengelernt haben.

Inwiefern die Situation auf Plauen übertragbar ist, können wir nicht beurteilen, da wir das erste Mal vor Ort waren und die Informationslage unübersichtlich ist. Unsere Intention war es für stereotype, antiziganistische Zuschreibungen zu sensibilisieren und einen motivierenden Einblick in die Arbeit von lokalen Netzwerken in Berlin zu geben.

Wir möchten weiterhin mit den lokalen Akteur*innen im Austausch bleiben und freuen uns auf einen nächsten Besuch im schönen Vogtland. Danke für das fruchtbare Treffen an alle Beteiligten. Wir kommen wieder!  

colorido e. V. /, Roma Respekt, Gegen Antiromaismus, Bündnis gegen Rassismus Sachsen, Riesa efau, Kultur Forum Dresden, KARO e.V., Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.

P.S.: Nach diesem langen Arbeitstag war dennoch nicht für alle Feierabend! David war anschließend online auf dem Bildungsgipfel der Neuen Deutschen Organisationen.

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WIR SIND HIER! auf dem Romaday!

Unsere Berliner Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ feierte mit und unterstützte mit aller Kraft den Internationalen Tag der Roma* am 8. April mit Moderation, Parade und Theater.

Die Zeit für die Vorbereitung war knapp, denn es ging schon am 5. April los. Und zwar mir einem Interview bei radioeins! RBB sendete live aus dem Bikini Berlin. Estera, Davis und Ali waren mit an Bord und wir sprachen über unsere Workshops, Vorbilder, Theater und viele andere Themen.

Dieses Jahr wurde der ROMADAY mit einer Vernissage der Ausstellung „Still Hope In Paradise?“ im ACUD MACHT NEU eröffnet, am gleichen Abend ging es mit der Performance „Newly Forgotten Technologies“ von Wesley Goatley weiter und wurde schließlich mit einem Set von DJ, Künstlerin und Autorin D.R.E.E.A. gefeiert. Es war toll mit so vielen Menschen in Kontakt zu kommen, sich auszutauschen und es hat noch mehr Lust auf die kommende Parade gemacht!

Zwischendurch noch Transparente basteln, Demo-Sprüche überlegen und, ganz wichtig, die Moderation und eigene Beiträge für die Demo formulieren. Von „WIR SIND HIER!“ waren David Paraschiv und Estera Elisa Paraschiv auf dem Parade-Truck als Moderationsduo dabei.

Die beiden haben die Mitstreiter*innen während des Umzugs vom Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas bis zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz am 8.4. begleitet. Die Krönung der kraftvollen, selbstbewussten Parade war die performative Umbenennung des Ortes in Roma-Luxemburg-Platz, an der insbesondere Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Roma-Communities viel Spaß hatten.

An der Volksbühne angekommen ging es zum Backstage des Grünen Salons und dann auf die Bühne. Danach folgte vielleicht der punchigste Auftritt unserer Jugendgruppe mit dem gleichnamigen Forum-Theaterstück „WIR SIND HIER!“ vor dem überfüllten Theatersaal.

Kaum waren der Applaus und die Klänge der anschließenden Jam-Session, die der Hymne der Roma* „Djelem Djelem“ gewidmet war, abgeklungen, ging es zum Maxim Gorki Theater zum Konzert der Romnja-Rap-Band aus Serbien „Pretty Loud“.

Was für einen Tag! Was für eine Energie! Es stärkt uns und macht Lust auf mehr! Stay tuned!

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Unsere Jugendgruppe wurde für das Theatertreffen der Jugend ausgewählt

Das Forumtheaterstück der Jugendgruppe WIR SIND HIER! wurde für das Theatertreffen der Jugend ausgewählt. Das geben die Berliner Festspiele als Organisator*innen des Bundeswettbewerbs am heutigen Dienstag bekannt. Als eine von insgesamt acht Inszenierungen ist WIR SIND HIER! zum Theatertreffen der Jugend vom 25.5. – 4.6.2022 ins Festivalzentrum in den Berliner Festspielen eingeladen. Die jungen Roma und Romnja von WIR SIND HIER! konnten sich damit gegen rund 50 Bewerbungen durchsetzen. Im Zentrum steht für die Jury die Frage nach spezifisch jugendlichen Perspektiven und nach der angemessenen Erarbeitung und Umsetzung des jeweiligen Stoffs durch das gesamte Ensemble. Persönlichkeit und Haltung der Spieler*innen sind für die Einladung zum Theatertreffen der Jugend ausschlaggebend.

Forumtheaterstück WIR SIND HIER! Von: Christoph Leucht, David Paraschiv, Estera Elisa Paraschiv, Estera Sara Stan, Naomi Stan | Mit: Daniel Hromyko, David Paraschiv, Estera Elisa Paraschiv, Estera Sara Stan, Naomi Stan | Regie: Christoph Leucht | Audio/Videotechnik: Christoph Leucht | Datum der Premiere: 17.6.2021, Jugendtheaterfestival „Festiwalla“ in Berlin | Nächste Aufführung: 8.4.2022, ROMADAY | Dauer: 80 Minuten

https://romaday.info


Das interaktive Theaterstück über Verfolgung, Zurückweisung und Unterdrückung von Roma* in Deutschland entstand zwischen März und Juni 2021 in einem Probenprozess mit den Methoden des teatro das opridmidas unter Anleitung von Christoph Leucht (Theaterwerkstatt KURINGA).

Eine nächste Gelegenheit, die Jugendlichen von WIR SIND HIER! in Aktion zu erleben, bietet sich am diesjährigen ROMADAY am 8. April 2022 um 16:00 bei der ROMADAY-Parade durch Berlin-Mitte und um 19:00 mit einer Aufführung des prämierten Theaterstücks im Grünen Salon der Volksbühne. Der Eintritt ist frei.

Theatertreffen der Jugend
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Die Jugendgruppe WIR SIND HIER! setzt sich aus jungen Roma und Romnja von RomaTrial e.V. aus Berlin und Kiew zusammen, die Romanes, Rumänisch, Ukrainisch, Deutsch, Englisch, Russisch und Spanisch sprechen. Die künstlerische Theaterarbeit ist Teil ihres politischen Engagements im Rahmen des „WIR SIND HIER! Bildungsprogramms gegen Antiziganismus“ und umfasst außerdem die Anleitung von Peertrainings, die Organisation von Demos, Veranstaltungen, Auftritte bei Podiumsdiskussionen und die Produktion von Videos und Social Media Content.


„WIR SIND HIER! Bildungsprogramm gegen Antiziganismus“ bildet in Berlin, Brandenburg und Sachsen junge Roma und Romnja, aber auch andere Jugendliche, die von rassistischer und intersektionaler Diskriminierung betroffen sind, zu Peer-Trainer*innen gegen Antiziganismus aus. Gemeinsam entwickeln sie Bildungstools zur Sensibilisierung in Bezug auf Antiziganismus. Weitere Informationen unter https://wer-ist-hier.de/ https://romaday.info


Bildmaterial hier © Jana Kießer @jana.kiesser @ein_garten_in_berlin
Pressekontakt: Sarah Rosenau | (030) 99 00 82 14 | mail@sarahrosenau.net

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Potsdam: Heimspiel der Engagierten

Die Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ traf sich mit Fans des Fanprojekts Babelsberg im Karl-Liebknecht-Stadion.

Die Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ zu Gast bei Fanprojekt Babelsberg. Foto ©: Alexander ‚Ali‘ Rönisch
Die Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ zu Gast bei Fanprojekt Babelsberg. Foto ©: Alexander ‚Ali‘ Rönisch
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Fanprojekt Babelsberg steht gegen Diskriminierung und gegen Rassismus ein. So war es nur eine Frage der Zeit, wann wir sie besuchen werden. Nach kurzen Vorabsprachen trafen wir uns mit einigen Aktiven des Fanprojekts Babelsberg bei dem Heimspiel des SV Babelsberg gegen VfB Auerbach im Karl-Liebknecht-Stadion. Wir stellten dem Fanprojekts Babelsberg und einigen derer „Vielfalt ist Stärke“-Koordinator:innen unser Workshopkonzept vor, haben uns über unsere antirassistische Arbeit ausgetauscht und unterhielten uns angeregt über antiziganistische Vorstellungen in der Gesellschaft.

Danach haben wir die Mannschaften auf dem Fußballfeld kräftig angefeuert, das Fanprojekt Babelsberg zu unserer Theatervorstellung am nächsten Tag eingeladen und gemeinsame Pläne für die Zukunft geschmiedet.

Es war ein tolles und anregendes Treffen und wir freuen wir uns auf unseren weiteren Austausch mit Fanprojekt Babelsberg!

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Gastspiel im ausverkauften Jugendtheaterbüro des Theaters X

Im März hatten wir, die Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ zwei weitere starke Auftritte. Unser interaktives Theaterstück wartete mit Performance, Dialog, Rezitation, Musik und Videoprojektionen auf.

Gastspiel der Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ im Theater X, Berlin; Foto ©:  Jana Kiesser
Gastspiel der Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ im Theater X, Berlin; Foto ©:  Jana Kiesser
Gastspiel der Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ im Theater X, Berlin; Foto ©:  Jana Kiesser
Gastspiel der Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ im Theater X, Berlin; Foto ©:  Jana Kiesser
Gastspiel der Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ im Theater X, Berlin; Foto ©: Alexander ‚Ali‘ Rönisch
Gastspiel der Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ im Theater X, Berlin; Foto ©: Alexander ‚Ali‘ Rönisch
Gastspiel der Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ im Theater X, Berlin; Foto ©: Alexander ‚Ali‘ Rönisch
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Das Publikum wurde in das Theatergeschehen direkt einbezogen – dies war von Anfang an gewollt. Als Methode “Forumtheater” bekannt und durch das Theater der Unterdrückten stark gemacht, ist diese Form des interaktiven Theaters niederschwellig: der Dialog mit dem Publikum vermindert soziale Differenzen, bietet dem Publikum eine Identifikation mit den Themen und trägt so zur Reflexion über das Geschehen und zur Veränderung der sozialen Realität bei. Diese zwei Auftritte fanden als Gastspiel im ausverkauften Jugendtheaterbüro des Theaters X statt. Im Anschluss konnten wir uns weiter mit dem Publikum austauschen, auf Fragen eingehen, über unsere Workshoptätigkeit erzählen und neue Kontakte knüpfen.

Sollen wir eine Roma*-Armee gründen, brauchen Roma*
einen eigenen Staat oder was können wir tun,
um Rassismus und Unterdrückung
von Roma* und Sinti* zu stoppen?

Ein Forumtheaterstück der Jugendgruppe WIR SIND HIER! über Verfolgung, Zurückweisung und Unterdrückung von Roma* in Deutschland. Nach einer sehr späten Anerkennung des Holocaust an Roma* und Sinti* gibt es wieder rassistische Anschläge und das Holocaust-Denkmal soll wegen einer neuen S-Bahn-Linie teilweise zerstört werden. Genug ist genug!

Die Jugendgruppe WIR SIND HIER! setzt sich aus jungen Roma und Romja von RomaTrial e.V. aus Berlin und Kiev zusammen, die Romanes, Rumänisch, Ukrainisch, Deutsch, Englisch, Russsisch und Spanisch sprechen. Die Jugendlichen sind durch die Jugendarbeit von RomaTrial und anderen Romaorganisationen früh politisiert und in den Kampf gegen Rassismus gegenüber Roma* und Sinti* einbezogen worden. Die künstlerische Arbeit im Theater ist Teil des politischen Engagements, das außerdem die Anleitung von Peertrainings, die Organisation von Demos, Veranstaltungen, Auftritte bei Podiumsdiskussionen und die Produktion von Videos und social media content umfasst.


Von: Christoph Leucht, David Paraschiv, Estera Elisa Paraschiv, Estera Sara Stan, Naomi Stan
Mit: Daniel Hromyko, David Paraschiv, Estera Elisa Paraschiv, Estera Sara Stan, Naomi Stan
Regie: Christoph Leucht

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Winterferienfahrt nach Dresden

In den Winterferien 2022 hat sich die Berliner Jugendgruppe von WIR SIND HIER! auf Exkursion nach Sachsen begeben. Unser Ziel war es, dem grauen Winteralltag in Berlin zu entfliehen, neue Menschen kennenzulernen, Kooperationen aufzubauen und einfach nur eine gute Zeit zu haben.

WIR SIND HIER! – in Dresden

So begab sich die Gruppe vom 03.02. bis zum 06.02. auf den Weg in die sächsische Landeshauptstadt. Neben nächtlichen Sightseeing-Touren in der Altstadt und vielen schönen Momenten als Gruppe, haben wir uns unter anderem mit Erik vom Fanprojekt Dresden/ Lernort Stadion getroffen um sich gegenseitig kennenzulernen und eine Kooperation in der Zukunft zu planen. Das Projekt richtet sich an Schulklassen und Bildungseinrichtungen in und um Dresden und bietet Workshops und Projekttage zu den Themen Fair Play und Antirassismus im ehrwürdigen Rudolf-Harbig-Stadion an. Eine gute Gelegenheit unser Workshop-Angebot zum Thema Antiziganismus zu integrieren und so in Bildungseinrichtungen vor Ort zu tragen.

Anschließend ging es für die Gruppe nach Bautzen, wo wir herzlich von Streetworker Benno vom Projekt Pro-Chance begrüßt worden. Gemeinsam ging es nach einem kurzen Spaziergang in den Jugendclub Kurti. Die Besonderheit in dieser Einrichtung liegt darin, dass dieser komplett von Jugendlichen verwaltet wird und neben dem Steinhaus ein wichtiger Ort für Jugendliche in Bautzen ist. Wir haben uns über die politische Situation in der Stadt, die nationale Minderheit der Sorben, sowie über die Vor- und Nachteile des Lebens vor Ort unterhalten.

Anschließend besuchte die Gruppe die Gedenkstätte Bautzen, dem ehemaligen berühmt – berüchtigten „Stasi-Knast“. Nach einem kleinen Rundgang durch die Altstadt ging es zurück ins Hostel nach Dresden. Der letzte Tag wurde intensiv genutzt um das Umland besser kennenzulernen sowie um die gesammelten Eindrücke zu verarbeiten.

WIR SIND HIER & Sächsische Weinberge

Wir hatten eine sehr schöne Zeit und viele Anknüpfungspunkte für zukünftige Besuche gesammelt.

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Jugendgruppenkoordinator*in in Sachsen – wir suchen Dich!

RomaTrial e.V. sucht für das Modellprojekt „WIR SIND HIER! Bildungsprogramm gegen Antiziganismus“ zum 01. März 2022 in Sachsen eine*n

Jugendgruppenkoordinator*in (m/w/d) als externe Honorarkraft

(Umfang ca. 8 Stunden/Woche á 20,- EUR/Stunde brutto)

Die Position ist formell bis zum 31. Juli 2022 befristet, wird nach der Verabschiedung des neuen Bundeshaushalts bis zum 31.12.2022 verlängert und soll (nach Weiterbewilligung des Projekts) bis zum 31. Dezember 2024 fortbestehen.

Wer sind wir?

RomaTrial e.V. ist eine transkulturelle Selbstorganisation von Roma* und Nicht-Roma*, die sich gegen Antiziganismus einsetzt und die Stimmen von Roma* und Sinti* in der Gesellschaft stärken will. Neben der Bildungs- und Empowermentarbeit machen wir auch künstlerische Projekte, wie zum Beispiel das Roma-Filmfestival AKE DIKHEA? (roma-filmfestival.com) oder die 1. und 2. Roma-Biennale (roma-biennale.com), und wir engagieren uns auch auf der politischen Ebene für eine bessere Teilhabe.

Kurzbeschreibung des Projekts

WIR SIND HIER! ist ein Bildungsprojekt, das sich auf theoretischer wie auf praktischer Ebene gegen Rassismus gegen Sinti* und Roma* stark macht. Als Initiator möchte RomaTrial einen bundesweiten Vernetzungsprozess zwischen unterschiedlichen Akteur*innen anregen, die sich in der (außer-) schulischen Bildung gegen Antiziganismus und andere Formen der rassistischen Diskriminierung einsetzen.

Um einen Dialog zwischen Theorie und Praxis zu fördern, werden die theoretischen Erkenntnisse in Schulen und Jugendeinrichtungen in Form von Workshops, Seminaren oder kollegialem Austausch praktisch angewendet. Der geographische Fokus der praktischen Projektarbeit liegt dabei auf den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Sachsen.

Eine besondere Rolle kommt in diesem Prozess jugendlichen Roma* und Sinti* zu, die parallel zum bundesweiten Vernetzungsprozess unter Fachkräften in drei lokalen Gruppen in Berlin, Brandenburg und Sachsen ausgebildet werden, so dass sie als Peer-Trainer*innen selbst Workshops für junge Menschen durchführen können.

Deine Aufgaben als Jugendgruppenkooridnator*in:

  • Akquise von Jugendlichen und Gruppenbildung: Akquise von 5–7 jungen Roma*, Sinti* und ggf. Menschen mit Diskriminierungserfahrung (15–25 Jahre), die Interesse an einer Ausbildung als Peer-Trainer*innen gegen Antiziganismus haben. Dazu gehören Organisation von regelmäßigen Treffen, gemeinsamen Freizeitaktivitäten und die Lenkung des Gruppenbildungsprozesses, ggf. Kommunikation mit Eltern.
  • Begleitung der Ausbildung als Peer-Trainer*innen: Wenn die Gruppe steht, wird unser vorhandenes Ausbildungskonzept mit Deiner Unterstützung auf die Wünsche und Interessen der konkreten Jugendlichen angepasst, wir suchen zusammen geeignete Referent*innen aus und Du organisierst dann Workshops, bei denen die angehenden Peer-Trainer*innen z.B. Argumentationstraining, Anleitungsmethoden für verschiedene Gruppen oder auch Konfliktmanagement kennenlernen, und natürlich viel über die Geschichte und Gegenwart von Roma* und Sinti* und über Antiziganismus erfahren. Dazu gehören praktische Sachen, wie Suche nach einem geeignetem Raum, Koordination von allen Teilnehmenden und Besorgung von Snacks und Getränken, aber auch eine Begleitung und Nachbereitung der Workshops (Wiederholung der Inhalte und Methoden mit den Jugendlichen im Anschlusstreffen, Feedback von den Jugendlichen an die Projektkoordination).
  • Perspektivisch: Koordination des Einsatzes der Jugendlichen als Peer-Trainer*innen: Wenn die Peer-Trainer*innen ihre Ausbildung abgeschlossen haben, wird es Deine Aufgabe sein, ihre eigenen Workshops zu organisieren – sprich Akquise von Schulen und Jugendeinrichtungen, Koordination der Termine, gemeinsame inhaltliche Vorbereitung konkreter Workshops, Unterstützung der Jugendlichen bei der An- und Abreise, ggf. Begleitung der Jugendlichen bei ihrem Einsatz.
  • Abstimmung mit Jugendgruppen in Berlin und Brandenburg

Dein Profil:

  • Wohnsitz in Sachsen
  • Gute Deutschkenntnisse, Kenntnisse einer der folgenden Sprache vom großen Vorteil: Romanes, Rumänisch, Bulgarisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch
  • Mehrere Jahre Erfahrung in Jugend- und/oder Sozialen Arbeit und in antirassistischer Arbeit
  • Ausbildung im Bereich der Jugendarbeit, Sozialer Arbeit, Pädagogik oder Studium vorzugsweise im Bereich der Sozialwissenschaften, Pädagogik, oder verwandten geisteswissenschaftlichen Fächern von Vorteil
  • Hohes inhaltliches Interesse an Bekämpfung von Antiziganismus, Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung, sowie deren Aufarbeitung in der Bildungsarbeit
  • Hohe Sensibilität für rassistische und diskriminierende Denk- und Verhaltensmuster, hohe Sozialkompetenz, interkulturelle Kompetenzen
  • Eine eigenständige und strukturierte Arbeitsweise sowie ein reflektiertes und sensibles Auftreten
  • Neugier, offene und ehrliche Kommunikation

Wir bieten:

  • Die Möglichkeit, ein zukunftweisendes, bundesländerübergreifendes Bildungsprojekt gegen Antiziganismus mit zu prägen und zu entwickeln
  • In einer freundlichen, aufgeschlossenen Gemeinschaft mit flachen Hierarchien zu arbeiten
  • Regelmäßige Teamsitzungen, kollegialer Austausch mit Jugendgruppen und Koordinator*innen in anderen Bundesländern
  • Individuell angepasste, familienfreundliche Arbeitsaufteilungen

Bewerbungsschluss: 20. Februar 2022

Insbesondere Bewerbungen von Frauen*, Romnja, Sintizzi und People of Color werden bei gleicher Eignung bevorzugt behandelt und sind im Hinblick auf die Diversität unseres Teams ausdrücklich erwünscht.

Bitte richtet eure Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf und relevante Zeugnisse und Arbeitszeugnisse) und ggf. Fragen an den Projektleiter Alexander Rönisch in einer PDF-Datei an: alexander.roenisch@romatrial.org.

Die Bewerbungsgespräche werden in wenigen Tagen nach dem Bewerbungsschluss online via zoom stattfinden.

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Unsere Peertrainer*innenausbildung

Was wie ein Zungenbrecher klingt und geschrieben wird, ist ein komplexes, ganzjähriges Programm für unsere Jugendlichen, in dem sie eine umfassende Ausbildung als Peertrainer*innen bekommen. Damit sie später in den Schulen und Jugendeinrichtungen ihren Peers zum Thema Antiziganismus Workshops anbieten können, müssen sie sich diese Skills in diesem jungen Alter aneignen. Es ist nicht nur wichtig, theoretisches und rechtliches Wissen zum Thema zu haben und verschiedene Diskriminierungsebenen kennenzulernen, sondern auch Softskills wie Argumentieren, Konfliktmanagen, Gruppenanmoderieren und -führen. Erkennung von Fakenews und Erlernen von Tools für eine erfolgreiche Kommunikation sind ebenfalls wichtige Bausteine der Peertrainer*innenausbildung. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass die angehenden Peer -Trainer*innen in der Ausbildung ihr Bildungstool ausbauen und bevor es „richtig losgeht“ viele Möglichkeiten zum Üben bekommen. Dementsprechend ist unsere Ausbildung nach vielen Gesprächen mit unseren Jugendlichen von einer Gruppe erfahrener Trainer*innen konzipiert.

Darauf sind wir sehr stolz!

In Zeiten der Pandemie haben wir erkannt, wie wichtig es ist, Onlineangebote für unsere Jugendgruppe zu schaffen. Daher haben wir uns schnell auf Online-Workshops umgestellt. Seit Oktober 2020 geben wir unsere Workshops ausschließlich online. Wir dürfen aber nicht aus den Augen verlieren, dass Online-Workshops eine gewisses Infrastruktur benötigen, wie z.B. Laptops und funktionierendes Internet. Denn einige Online-Tools, die gerne in den Online-Workshops verwendet werden, sind vom Handy oder Tablet aus nicht zu bedienen. Genauso wie im schulischen Bereich sehen wir das als ein großes Hindernis, um vernünftig an Onlineangeboten teilzunehmen. Für einige unserer Teilnehmenden haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass sie manchmal die Infrastruktur unserer Büroräume nutzten. Manchmal haben wir sogar, um eine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden, unsere Wohnungen für die einzelnen Teilnehmenden geöffnet. Wir sehen, wie engagiert unsere Jugendlichen in den Workshops sind, wie sie als Gruppe zusammenwachsen und wie Empowerment im wahrsten Sinne des Wortes vor unseren Augen geschieht. Dieses Engagement möchten wir als Team nicht in Stich lassen.

Trotz Pandemie kommen wir weiter mit den Workshops und die Jugendlichen freuen sich auf ihre eigenen Workshops, die ab dem kommenden Schuljahr 21/22 in jeglicher Form stattfinden können – online oder offline… am liebsten OFFLINE!