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Fachtagung 2024 – Save The Date


Sehr geehrte Damen* und Herren*, liebe Mitstreiter*innen, liebe Community,

das Projekt „WIR SIND HIER!“ von RomaTrial e.V. lädt Sie und Euch herzlich dazu ein, sich den Termin für die Fachtagung zum Projektabschluss vorzumerken:

Wir wollen’s wissen!

Bildungskonzepte neu denken. Ungleiche Bildungschancen für Sinti* und Roma* benennen und bekämpfen

Fachtagung am Mittwoch, 10.04.2024
Von 9.30 bis 17.00 Uhr
Im Grünen Salon / Volksbühne (Berlin-Mitte)

Worum geht’s?

Die rassistische Benachteiligung von Roma* und Sinti* im deutschen Bildungssystem ist nach wie vor massiv – dies belegen sowohl wissenschaftliche Untersuchungen als auch gelebte Erfahrungen von betroffenen jungen Menschen. Für sie ist Schule viel zu oft kein sicherer Ort, der Lernen und Entfaltung ermöglicht. Erfolgreiche berufliche Perspektiven werden ihnen erschwert oder gar verweigert. Dass Bildung ein Menschenrecht ist, zu dem sich 160 Länder, darunter auch Deutschland, in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekannt haben, wird oft vergessen oder ignoriert und auch kaum weiter vermittelt. Unzählige Berichte Betroffener machen dies deutlich.

Die Fachtagung möchte vor allem den Blick darauf richten, welche Ansätze in den letzten Jahren entwickelt wurden, um die Bildungschancen für Roma* und Sinti* gerechter zu machen und was beispielsweise von Modellprojekten wie WIR SIND HIER! über den Projektrahmen hinaus oder gar in die Regelstrukturen übertragen werden kann.

Vor allem aber möchten wir mit Ihnen und Euch zusammenkommen: Um gemeinsam zu diskutieren, Perspektiven auszutauschen und uns im Kampf gegen Antiziganismus im Bildungssystem zu vernetzen.

„Jugendliche ohne Grenzen“ zeichnet WIR SIND HIER! mit dem „Initiativenpreis des Jahres 2023“ aus

Wer sind wir?

WIR SIND HIER! ist ein vom Bundesprogramm Demokratie Leben! sowie vom Berliner Partizipations- und Integrationsprogramm gefördertes, mehrfach ausgezeichnetes Modellprojekt in Berlin, Brandenburg und Sachsen, in dessen Rahmen junge Roma* als Peer-Trainer*innen gegen Antiziganismus ausgebildet und weitere Bildungstools gegen Antiziganismus entwickelt und erprobt wurden: Ein Forum-Theaterstück, ein partizipativer Dokumentarfilm und die virtuelle Besichtigung eines ehemaligen Konzentrationslagers.

WIR SIND HIER! befindet sich gerade im fünften, also im letzten Projektjahr. Aus diesem Grund möchten wir die Chance nutzen und gemeinsam mit Ihnen und Euch Erfahrungen austauschen und nach weiteren erfolgreichen Ansätzen für die Bekämpfung von Antiziganismus im Bildungssystem suchen. Mit der zweiten Fachtagung im Rahmen des Projekts wollen wir Möglichkeiten schaffen, sich mit diversen Akteur*innen im schulischen und außerschulischen Bildungsbereich auszutauschen, damit wir Bildungskonzepte neu denken und gemeinsam voneinander lernen können.

Wir freuen uns über Ihr und Euer Interesse und melden uns bald mit genaueren Informationen zur Anmeldung und zum Ablauf der Veranstaltung.

Mit herzlichen Grüßen
Das Team von WIR SIND HIER!

Bitte wähle für dich passende Möglichkeiten aus:

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WIR SIND HIER! – Jahresrückblick 2023


Unser Bildungsprogramm gegen Antiziganismus WIR SIND HIER! war auch 2023 in Berlin, Brandenburg und Sachsen aktiv:

Es fanden 21 Sensibilisierungsworkshops gegen Antiziganismus, 28 Aufführungen des Films „Amaro Filmos“ vor insgesamt über 1.300 Zuschauer*innen und fünf Aufführungen des Forumtheaterstücks „Wir sind hier!“ in Zusammenarbeit mit der Theaterwerkstatt KURINGA statt – eins davon sogar in der in Rumäniens Kulturhauptstadt Timisoara! Die monatlichen Partys im Grünen Salon bieten Safe Space und Spaß zugleich. Acht junge Roma haben ihr Praktikum bei WIR SIND HIER! absolviert. Darüber hinaus wurden viele Freizeitaktionen und pädagogische Fahrten nach Sachsen und Brandenburg und unzählige informelle Beratungsgespräche durchgeführt. Dem Team ist es wichtig, den jungen Menschen auch in ihrem Alltag gute Begleiterinnen zu sein.

Während all dem konnte das Team in Zusammenarbeit mit der tschechischen Organisation romea.cz ein neues Bildungstool entwickeln, das ab 2024 zum Einsatz kommt: Dank eines Virtual-Reality-Sets können in unseren Workshops die unmenschlichen Bedingungen des Konzentrationslagers für Roma* in Lety (heutiges Tschechien), aber auch widerständige Biografien von Sinti* und Roma* kennengelernt werden.

Last but not least konnte WIR SIND HIER! einen bundesweiten Methodenaustausch initiieren und ausbauen. Kleiner Spoiler: Die gewonnenen Erkenntnisse werden 2024 in eine Fachtagung zum Thema „Antiziganismus im Bildungsbereich“ einfließen.

Angesichts der vielen Erfolge sprechen die drei Auszeichnungen, die WIR SIND HIER! dieses Jahr erhielt, für sich: 1. Platz des Berliner Gewaltpräventionspreises, der Initiativenpreis der Jugendlichen ohne Grenzen und der Jugendengagementpreis von Berlin Friedrichshain-Kreuzberg.

Das Bildungsprogramm gegen Antiziganismus WIR SIND HIER! (2020 – 2024) wird aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus dem „Partizipations- und Integrationsprogramm“ der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.

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Workshop: Unbekannt macht unbeliebt? Fremd- und Selbstbilder von Sinti* und Roma*.

Online-Workshop zum Thema Rassismus gegen Sinti* und Roma*.
Für Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte
Verschiedene Terminoptionen im November 2022.

Das WIR-SIND HIER! Projekt und lädt Sie recht herzlich zu unserer Online-Workshopreihe im November 2022 ein.

Wir möchten einen Einstieg in das Thema Antiziganismus / Rassismus gegen Sinti und Roma anbieten und mit Ihnen in Austausch kommen.

In zwei bis drei Stunden geben wir einen kurzen inhaltlichen Überblick über die Geschichte und die Lebensrealitäten von Sinti* und Roma*. Es gibt Videos, kurze Inputs, Spiele und viel Raum für Fragen und Austausch. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Dieser Workshop unterstützt Lehrkräfte dabei, Sicherheit in diesem Themenbereich zu gewinnen, Inspiration zum Einbinden des Themas in den Unterricht zu finden und Antiziganismus im Klassenraum ggf. zu erkennen und darauf zu reagieren.

„Ich sage immer: Unbekannt macht unbeliebt.“

Zoni Weisz
Die Frist für die Anmeldung ist der 31. Oktober 2022.

Folgende mögliche Termine stehen zur Auswahl:
Dienstag, 8. November, 14:00 – 17:00
Donnerstag, 17. November, 10:00 – 13:00
Dienstag, 22. November, 14:00 – 17:00

Ihre Anmeldungen und Anfragen für mehr Informationen richten Sie bitte an Merle Weißbach. Im Anhang finden Sie noch unsere Projektbroschüre.

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Online-Fortbildung: Antiziganismus vs. diskriminierungsfreie Bildung

Inhalt:

„Unbekannt macht unbeliebt“, sagt der niederländische Sinto und Holocaust-Überlebende Zoni Weisz. Doch das Thema Antiziganismus ist in den Schulbüchern und Curricula nach wie vor kaum vorhanden. Dieser Workshop unterstützt Lehrkräfte dabei, Sicherheit in diesem Themenbereich zu gewinnen, Inspiration zum Einbinden des Themas in den Unterricht zu finden und Antiziganismus im Klassenraum ggf. zu erkennen und darauf zu reagieren. Denn noch immer werden Familien mit Romahintergrund in deutschen Schulen diskriminiert. Die zweiteilige Fortbildung thematisiert die vielfältigen Lebensrealitäten und erörtert Möglichkeiten, eine gleichberechtigte Beteiligung sowie einen diskriminierungsfreien Zugang zum Bildungsystem, auch in Zeiten von Corona, zu unterstützen.

Hier klicken um die Beschreibung als ein PDF-Dokument herunterladen.

Referent/-innen:

Éva Ádám, Veronika Patočková

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Zusammenarbeit mit dem RomaTrial e.V.

Termine:

Di., 24. Mai 2022, 15:00 bis 18:00 Uhr, online
Di., 31. Mai 2022, 15:00 bis 18:00 Uhr, online

Anmeldung:

Bis zum 17. Mai 2022 online unter http://www.fortbildung-regional.de. Bei notwendiger Unterrichtsbefreiung ist der Antrag auf Freistellung zusammen mit einer Kopie des an Ihrer Schule erhältlichen Anmeldeformulars auf den Dienstweg zu geben.

Bitte hier Klicken um sich anzumelden!

Veranstaltungs-Kennziffer: 22.1-104550

Region und Zielgruppe:

Deutschland, 20 Lehrer/-innen aller Schulstufen


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Potsdam: Heimspiel der Engagierten

Die Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ traf sich mit Fans des Fanprojekts Babelsberg im Karl-Liebknecht-Stadion.

Die Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ zu Gast bei Fanprojekt Babelsberg. Foto ©: Alexander ‚Ali‘ Rönisch
Die Jugendgruppe „WIR SIND HIER!“ zu Gast bei Fanprojekt Babelsberg. Foto ©: Alexander ‚Ali‘ Rönisch
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Potsdam Heimspiel der Engagierten_03
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Fanprojekt Babelsberg steht gegen Diskriminierung und gegen Rassismus ein. So war es nur eine Frage der Zeit, wann wir sie besuchen werden. Nach kurzen Vorabsprachen trafen wir uns mit einigen Aktiven des Fanprojekts Babelsberg bei dem Heimspiel des SV Babelsberg gegen VfB Auerbach im Karl-Liebknecht-Stadion. Wir stellten dem Fanprojekts Babelsberg und einigen derer “Vielfalt ist Stärke”-Koordinator:innen unser Workshopkonzept vor, haben uns über unsere antirassistische Arbeit ausgetauscht und unterhielten uns angeregt über antiziganistische Vorstellungen in der Gesellschaft.

Danach haben wir die Mannschaften auf dem Fußballfeld kräftig angefeuert, das Fanprojekt Babelsberg zu unserer Theatervorstellung am nächsten Tag eingeladen und gemeinsame Pläne für die Zukunft geschmiedet.

Es war ein tolles und anregendes Treffen und wir freuen wir uns auf unseren weiteren Austausch mit Fanprojekt Babelsberg!

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Unsere Peertrainer*innenausbildung

Was wie ein Zungenbrecher klingt und geschrieben wird, ist ein komplexes, ganzjähriges Programm für unsere Jugendlichen, in dem sie eine umfassende Ausbildung als Peertrainer*innen bekommen. Damit sie später in den Schulen und Jugendeinrichtungen ihren Peers zum Thema Antiziganismus Workshops anbieten können, müssen sie sich diese Skills in diesem jungen Alter aneignen. Es ist nicht nur wichtig, theoretisches und rechtliches Wissen zum Thema zu haben und verschiedene Diskriminierungsebenen kennenzulernen, sondern auch Softskills wie Argumentieren, Konfliktmanagen, Gruppenanmoderieren und -führen. Erkennung von Fakenews und Erlernen von Tools für eine erfolgreiche Kommunikation sind ebenfalls wichtige Bausteine der Peertrainer*innenausbildung. Darüber hinaus ist es uns wichtig, dass die angehenden Peer -Trainer*innen in der Ausbildung ihr Bildungstool ausbauen und bevor es „richtig losgeht“ viele Möglichkeiten zum Üben bekommen. Dementsprechend ist unsere Ausbildung nach vielen Gesprächen mit unseren Jugendlichen von einer Gruppe erfahrener Trainer*innen konzipiert.

Darauf sind wir sehr stolz!

In Zeiten der Pandemie haben wir erkannt, wie wichtig es ist, Onlineangebote für unsere Jugendgruppe zu schaffen. Daher haben wir uns schnell auf Online-Workshops umgestellt. Seit Oktober 2020 geben wir unsere Workshops ausschließlich online. Wir dürfen aber nicht aus den Augen verlieren, dass Online-Workshops eine gewisses Infrastruktur benötigen, wie z.B. Laptops und funktionierendes Internet. Denn einige Online-Tools, die gerne in den Online-Workshops verwendet werden, sind vom Handy oder Tablet aus nicht zu bedienen. Genauso wie im schulischen Bereich sehen wir das als ein großes Hindernis, um vernünftig an Onlineangeboten teilzunehmen. Für einige unserer Teilnehmenden haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass sie manchmal die Infrastruktur unserer Büroräume nutzten. Manchmal haben wir sogar, um eine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden, unsere Wohnungen für die einzelnen Teilnehmenden geöffnet. Wir sehen, wie engagiert unsere Jugendlichen in den Workshops sind, wie sie als Gruppe zusammenwachsen und wie Empowerment im wahrsten Sinne des Wortes vor unseren Augen geschieht. Dieses Engagement möchten wir als Team nicht in Stich lassen.

Trotz Pandemie kommen wir weiter mit den Workshops und die Jugendlichen freuen sich auf ihre eigenen Workshops, die ab dem kommenden Schuljahr 21/22 in jeglicher Form stattfinden können – online oder offline… am liebsten OFFLINE!

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Die Tage sind kurz, das Wetter ist zu kalt. Es herrscht ‘ne Pandemie, die diese dunkle Jahreszeit erschwert… aber nach der Adventszeit kommt Weihnachten und unser Team ist jung und motiviert. Die Jugendlichen möchten gerne etwas Kreatives auf die Beine stellen, das gleichzeitig auch Informationen liefert. Klingt voll nach unserem Bildungsprogramm!
Aus der Gruppe heraus ist ein Adventskalender gegen Antiziganismus entstanden, der jeden Tag ein Türchen öffnen lässt – von A bis Z. Die Kampagne, die zu ihrer Zeit ein Instagram-Hit wurde, kann unter dem folgenden Link angeschaut werden…diesmal sogar ohne auf den nächsten Tag zu warten zu müssen:

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Theatervorstellung “Wir sind hier! Wo seid ihr?”

Im Jugendtreff Dosto in Bernau hat unsere Jugendgruppe aus Berlin im Rahmen der interkulturellen Woche eine Theaterperformance auf die Bühne gebracht, die wir später als Bildungstool in unser Projekt einbinden möchten. Nach intensiven Probenhaben die Jugendlichen mit unserem Vorstandsvorsitzenden und erfahrenen RegisseurHamze Bytyçi ein Stück konzipiert, in dem die Gruppe über ihre Diskriminierungserfahrungen spricht. Im Stück wird außerdem von dem ersten Romakongress vor 50 Jahren und von den dortigen Beschlüssen erzählt sowie die Kontinuität des Antiziganismus theatralisch aufgezeigt. Nach der Darbietung gab es eine Fragenrunde, in der die Jugendlichen über das Projekt und über die verschiedenen Lebensrealitäten von Roma sprachen.
Das Video zum Stück könnt ihr hier unten anschauen oder auch hier auf facebook.

Theaterperformance “Wir sind hier! Wo seid ihr?” vom 12. September 2020
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Vernetzungstreffen in Eberswalde

Heute sind wir in Eberswalde – mit unserer tollen Jugendgruppe aus Berlin und mit Merle, die für unsere brandenburgische Gruppe zuständig ist. Hier haben wir uns mit zwei anderen Roma-Jugendlichen getroffen und über eine mögliche Jugendgruppe in Brandenburg gesprochen. Davor war ein solches Treffen aufgrund der Pandemie nicht möglich. Solange das Wetter mitmacht und kein Lockdown ist, möchten wir solche Vernetzungstreffen weiterhin organisieren. Am Besten spricht es sich nämlich face to face! In nächster Zeit wird es deutlicher, ob und wie wir unsere BrandenburgerJugendgruppe aufbauen. Falls du in Brandenburg lebst und interessierte junge Menschen mit Romani-Hintergrund oder mit rassistischen Diskriminierungserfahrungen kennst, die sich als Peer-Trainer*innen ausbilden lassen würden, um später in Bildungseinrichtungen von Antiziganismus berichten zu können, kontaktiere uns!